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Review: James Bond – Live and let die (Leben und Sterben lassen)

Und so kam es, dass ich mir diesen Film als Fernsehmitschnitt ansah, der Anfang des Jahres in der ARD zu sehen war.
Live and let die
Zu der Handlung des Films sei wie immer auf die Wikipedia verwiesen.

Meine Meinung zu dem Film:
Gute Unterhaltung, aber da ich jetzt schon einige James-Bond-Filme gesehen habe, erkannte ich schnell das übliche Schema.

Roger Moore gehört für mich eher zu den No-Name-Schauspielern des James Bond. Sean Connery, der erste. George Lazenby, der Einzelspieler. Pierce Brosnan, der Bond meiner Jugend. Daniel Craig, der Aktuelle. Aber wer zum Teufel ist Roger Moore?

Es stellt sich heraus: Roger Moore ist der lässige. Er hat den richtig guten britischen Humor, und hat selbst in der schwierigsten Situation noch einen flapsigen Spruch auf den Lippen.

Zum Film selbst: Wie immer werden einige physikalische Gesetze außer Acht gelassen. So verbaut Q zum Beispiel in einer Armbanduhr einen Hochleistungsmagneten, den man an- und wieder abschalten kann. Meines Wissens nach geht dies nur mit Elektromagneten, und dafür wäre die Uhr zu klein. Aber immerhin ist da auch eine kleine Kreissäge verbaut, wer weiß?

Schade ist an dem Film auch, dass es so gut wie keine Autos gibt. Die Story setzt eher auf Schnellboote, aber das richtig gut. Hier taucht zum ersten Mal der Sherriff aus Louisiana auf, der in “Der Mann mit dem goldenen Colt” in den Sümpfen Südostasiens erneut Bekanntschaft mit 007 machen wird.

Anders als andere Bond-Filme tauchen hier übernatürliche Figuren auf, und greifen aktiv in die Handlung ein. So erfährt Bond das Datum der Hinrichtung von Solitaire von Baron Samedi, dem Gott der Toten im Voodoo. Dies wirkt zunächst irritierend, weil sowas in anderen Bond-Filmen nicht praktiziert wird, dann aber wird es albern, was daran liegen könnte, dass der Baron eine unglaublich hässliche Lache hat.

Genial ist auch, dass das Bond-Girl, dass zunächst als Tarot-Kartenlegerin bei dem diesjährigen Bösewicht arbeitet, sich “Solitaire” nennt. So entstehen gleich die ersten Assoziationen zu gewissen Kartenlegespielen, an denen sich heutzutage gelangweilte Büroangestellte in der Mittagspause die Zeit vertreiben.

Abschließend ist noch das gelungene Titellied zu erwähnen. “Live and let die” wird gesungen von Paul McCartney, und scheint so großen Anklang gefunden zu haben, dass Guns’n'Roses es danach noch einmal gecovert haben.

Mittwoch, 20.August 2008 20:01 Tags: , ,

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