At the weekend we set things on fire
Diese Ferien sind mit Abstand die seltsamsten Ferien seit den Herbstferien 2008 langem.
Wie der Maz schon schrieb, ist es zwar schön, mal wieder ze Hage zu sein, aber auch irgendwie anders. Ich scheine mich von meinem alten Freundeskreis des axtmoerders zu separieren, und orientiere mich viel mehr an Ten Sing. Ich komme grad wieder von einer recht lustigen Filmnacht (die wir nicht mit sinnlosem Youtube-gucken verbracht haben), und hab mir auf dem Rückweg den Arsch abgefroren. -4 Grad sind echt nicht feierlich.
Aber zurück zu meinen…sonderbaren Ferien. Ich mache mehr mit CM und Kathi…und hab die anderen lediglich vor ner Woche gesehen. Dafür die Leute von TS schon 3 mal in diesen Ferien. Und Dienstag Abend vielleicht wieder. Und Mittwoch abend auch.
Derweil weilt der harte Kern der Gruppe an der Nordsee. So wie das momentan aussieht, war meine recht frühe Entscheidung, nicht mitzufahren, wohl doch die richtige. Auch wenn das dann mehr als 5 Leute gewesen wären, so kann ich mir für einen Silvesterabend doch besseres vorstellen, als Gamecube zu spielen, sinnlos versuchen, die weiblichen Wesen abzufüllen, und mir dabei toll und unglaublich männlich vorzukommen, und, was am schlimmsten ist, eine alkoholbedingte Niveaulosigkeit zu ertragen, ohne dass mir der Kopf implodiert.
Ich kann mir für einen Jahreswechsel durchaus spannendere Sachen vorstellen, als genau das zu machen, was ich an 5 Tagen der Woche in Bielefeld nachmittags tue. (Gut, bis auf das abfüllen, dass tun die da von alleine).
Ich fühle mich einfach nicht mehr mental in der Lage, um an einem 4tägigen Nordseeaufenthalt im Winter noch so viel Freude abzugewinnen. Da werd ich eh nur depressiv.
Am Donnerstag Abend habe ich ein Gefühl entdeckt, dass ich so noch gar nicht kannte an mir. Ich habe Bielefeld vermisst. Die abgefuckten Penner, die sich rund um die Uhr am Bahnhof “Für Elise” anhören. Die bunten Lichterketten vorm Schuppen. “Closer” im Movie hören. Die absolut sinnlose Riesenglotze überm Jahnplatz. Mit der StraBa durch die Tunnels kacheln, die Leute beobachten, und nachdenken. In der Berufsschule die ganzen Muchel auslachen, und gewissen Mitschülern und Arbeitskollegen gegenüber verbale Seitenhiebe austeilen, die sie eh nicht checken, oder die absolut und total verletzend sind. Um das zu Üben auch, ich nenns mal “kreatives”, Rumgefluche in der WG.
Samstagabends irgendwo hinfahren auf eine Geburtstagsparty von wem, den ich nicht kenne, und wo ich lange Zeit noch nicht mal wusste, dass es ne Geburtstagsparty war, aber immer schön fleißig den Alk wegschlürfen.
Momentan bin ich echt unschlüssig, ob ich nicht einfach recht stumpf in Bielefeld anne FH soll. Dann bleibt mir auch der ganze Stress mitm Umzug erspart. Den Master kann ich ja immer noch an ner Uni nachmachen, wenn ich Spaß dran hätte.
Ich kann grad nicht sagen, wo mein Zuhause ist. Es war mal in Münster, weil ich da noch mein Bett stehen hatte, und meine Familie da…komplett war. Beides ist nicht mehr, oder wird bald nicht mehr sein.
Es ist historisch bedingt auch nicht in Bielefeld, weil ich Bielefeld früher mal gehasst habe. Dem ist auch nicht mehr so.
Entweder hab ich jetzt also 2 Zuhauses (Zuhäuser?) oder gar keins.
Ich glaub, ich belasse es weiterhin bei “Münster” und “Bielefeld” und meine Kommunikationspartner müssen dann abhängig von der momentanen Zeit und Örtlichkeit entscheiden, ob ich den Edelbach oder Papaya meine.
Ich kann aber letztendlich sagen, ich hab Spaß hier in Münster, freu mich aber auf den Anfang 2009, wenn ich wieder in Bielefeld existieren werde.
Immerhin bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass ne Freundin in Münster zu haben momentan nur Stress bedeutet, und ich sowas nicht will. Nicht, dass ich wirklich eine in Aussicht hätte, aber man will’s ja mal erwähnt haben.
So, jetzt hab ich mal, laut Wordpress, so viele Wörter geschrieben wie früher in ner 2-stündigen Englischklausur. Ich bin ja so toll und sexyund intelligent und arrogant.
Achja, zum Titel: “Weil’s geht”. Diese Liedzeile plus angemessener Reaktion schwirrt mir grad so in der Höhlung rum, wo bei normalen Menschen das brehn sein sollte.