Posted by TaTonka on Sep 7, 2008 in
Allgemein
Warum falle ich sonntags morgens eigentlich immer in so ein derbes Stimmmungstief, dass es nicht mehr feierlich ist?
Das Wochenende war mehr als geil. Doch als ich heute nach Hause fuhr, und irgendwann gegen halb 7 im Bett war, fand ich es schon etwas schade, dass es vorbei war. Warum konnte es nicht dabei bleiben?
Ich wache gerade eben auf, mit nem Kloß im Hals, nem Gewicht auffer Brust, und dem Gefühl, jede Sekunde losheulen zu müssen. Desweiteren eine verdammte, unerträgliche Einsamkeit. Normalerweise würde ich den Sonntag jetzt noch irgendwie nutzen, aber die Rückfahrt nach Bielefeld hängt wie ein verficktes Damoklesschwert über mir.
Und das jeden Sonntag. Wirklich jeden einzelnen Sonntag. Falls ich irgendwelche Power aufgebaut habe übers Wochenende, so ist sie jedesmal bei einem solchen Sonntag schlagartig wieder verbraucht. Dabei bräuchte ich sie doch, um in der Woche irgendwie zu überleben.
Ich lauf grad wirklich nur noch auf Reserve, und ich frage mich, wann auch das nicht mehr geht.
Ich hasse mein Leben just right now.
Tags: frust
Posted by TaTonka on Aug 17, 2008 in
Allgemein
Mal ganz ehrlich…wer braucht sowas wie Sonntage? Zuerst wacht man morgens viel zu spät auf, und hat in 70% der Fälle einen Kater.
Man sieht auf die Uhr, und bemerkt, dass man an normalen Wochentagen zu dieser Zeit schon Feierabend hätte, und beschließt, dass das letzte Bier gestern wohl schlecht gewesen sein muss.
Wenn man sich aus dem Bett schält, und unter die Dusche torkelt, bekommt man am Rande so mit, dass draußen die Sonne scheint, und die Nachbarskinder anscheinend ihren Hund vergewaltigen. Drecksblagen.
Unter der Dusche realisiert man dann erstmal, dass man morgen wieder arbeiten muss, und dass das Wochenende wieder viel zu kurz gewesen ist. Egal, gleich erstmal nen Käffchen ziehen. Nachdem man dann wieder einigermaßen menschlich aus der Dusche steigt, und dann einen prüfenden Blick in die Küche wirft, die nächste Enttäuschung: Kaffeedose ist leer. Natürlich ist Sonntag, und die Läden haben zu.
Also frustriert vor die Glotze setzen, und hoffen, dass heute noch irgendwas passiert. Nach 2 Gerichtsshows fragt man sich allerdings ernsthaft, was man hier eigentlich macht, und beschließt, ne Runde spazieren zu gehen. Keine 20m hinter der Haustür fängt es allerdings an, wie bescheuert zu regnen, und man flüchtet wieder nach drinnen.
Das Telefon klingelt, Tante Erna fragt, ob man ihr nicht helfen könnte, ein Bild aufzuhängen, es gäb auch Kuchen danach. Aus Mangel an Alternativen schwingt man sich also aufs Fahrrad, und fährt durch den mittlerweile nieselnden Regen in den einheitsgrauen Tag.
Nach dem Bohren zweier Löcher gibt es dann also laschen Kaffee, und staubtrockenen Rührkuchen, der so aussieht, als sei er schon im Krieg als Schrapnellfüllung für die Granaten gebraucht worden.
Wieder zu Hause gibt’s das erste Frustbier, und man überlegt, was man denn zu Abend essen könnte. Natürlich nix im Haus, und der Pizzamann ist schweineteuer, aber was will man machen.
Danach kriecht man ins Bett, hat keine Lust, morgen früh aufzustehen, und fragt sich, was man eigentlich den ganzen Tag gemacht hat, und wozu diese Sonntage überhaupt erfunden worden sind.
So oder so ähnlich sieht doch der Durchschnittssonntag aus, oder? Ich für meinen Teil hasse Sonntage, weil das Wochenende dann vorbei ist. Ich kann nichts mehr unternehmen, hänge apathisch zu Hause rum, und werde mich wieder auf den Weg in eine langweilige Woche nach Bielefeld machen dürfen, die einfach nicht rumgehen wird.
Ich habe hier keine Freundin, die auf mich warten wird, die sich freut, wenn ich nach Münster zurück komme, und in Bielefeld ebenfalls nicht. Mein Konto weist ein Minus auf, dass es nicht mehr feierlich ist, und irgendwie frag ich mich grad, wofür man eigentlich lebt.
Das letzte Wochenende hat in mir das Gefühl hervorgerufen, dass es irgendwie nicht so wichtig ist, ob ich jetzt in Münster bin, oder nicht, weil man anscheinend auch so recht gute Partys feiern kann.
Wo gehöre ich hin? Wo bin ich zu Hause? Sollte ich diesen Post vielleicht doch lieber “Homeless” nennen?
Tags: depression, frust, sonntag